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Bilder und Notizen  2012


Seit Jahr und Tag

Notiz:

Castelfeder, 19. Dezember 2012. Wie seit Jahr und Tag rinnt die Etsch  immer noch träg nach Süden. Die Strahlen der untergehenden Sonne brechen sich in der winterlich rauchigen Luft und lassen den Himmel über  der Salurner Klause  abendlich rot leuchten. Heute so wie gestern und vielleicht auch morgen. 

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Halb vier

Notiz:

Neumarkt, 12. Dezember 2012. Eigentlich ist noch Nachmittag, doch die Sonne hat  ihren kurzen Besuch schon längst beendet. Bald wird die Dämmerung den Himmel noch einen Ton grauer einfärben.  So ist das halt um diese Jahreszeit. Und mit dem Abend leuchten dann wieder die elektrischen Sterne und Lichterketten, die ungezählten Bäume und ganze Gebäude in den Straßen und auf Plätzen. Licht, aufdringlich und grell und in geradezu inflationären Mengen. So ist das halt um diese Zeit. Manchen gefällt’s.

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Graphics

Notiz:

Ridnaun/Gasse, 4. Dezember 2012. In tieferen Lagen rumpeln die Streufahrzeuge noch über den trockenen Asphalt, aber hier spielt der Winter schon das volle Programm, mit Schnee, nasser Kälte und einer Landschaft, die wie mit feinen Bleistiftstrichen auf ein weißes Blatt Papier gezeichnet vor den Augen liegt.

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Immer kürzer

Notiz:

Am Cisloner Berg, 21. November 2012. Flach fallen die Strahlen der Nachmittagssonne in den spätherbstlichen Wald und bringen die Blätter noch einmal zum Leuchten. Immer rascher verglüht dieses Leuchten aber jetzt und immer rascher wachsen die  Schatten aus den Tälern.  Wieder geht eine Jahreszeit.

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Über Nacht

Notiz:

In den Obstwiesen, 17. November 2012. Die letzten milden Tage waren vielleicht ein bisschen trügerisch, aber nun ist es doch geschehen. Die feuchte Nachtluft legt sich in feinen Eiskristallen auf herbstliche Blätter und verwelkte Blüten und am Morgen zeigen sich die  Zeichen jahreszeitlicher Vergänglichkeit  in einem sonderbaren Glanz.

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 Beton und Farben  

Notiz:

Am Trudner Bach, 11. November 2012. Irgendjemand hat den Farbtopf umgestoßen, und nun schaut es aus, als würden die Farben des Herbstes über die nasse Bachmauer rinnen. Ein zur Jahreszeit passendes  Graffiti, das bald von ganz allein wieder verschwinden wird. Ganz ohne Terpentin.

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Verschleiern

Notiz:

Mazon, 4. November 2012. Die Wolken hängen tief. Fast könnte man meinen, der Himmel sei auf die Erde gefallen. Die rasch ziehenden Nebel verdecken Bäume, Sträucher und geben sie wieder frei. So wie die Wolken manchmal das Blau des Himmels.

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Himmelgrau

Notiz:

Am Weg nach Auer, 29. Oktober 2012. Der zornige Herbststurm der letzten Tage hat über der bunten Welt einen blassen Himmel ratlos zurückgelassen. Aber auch Grau ist eine Farbe.

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Kreuzen

Notiz:

Bei Neumarkt, 14. Oktober 2012. Es gibt Begegnungen - und seien sie noch so flüchtig, sozusagen im Vorüberfliegen –, die hinterlassen Spuren. Zumindest bis der nächste Windstoß dreinfährt und sie verbläst.

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Lichtreste

Notiz:

Nicht weit vom Mendelpass, 7. Oktober 2012. Weich liegen letzte Sonnenstrahlen als Reste des Tages auf den Wäldern am Hang. Wie auf einer Farbpalette vermischen sich Hell und Dunkel. Noch ein  Tag reiht sich ein ins vergehende Jahr, das Licht kehrt zurück ins All.

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Auf der Reise

Notiz:

Am Etschufer, 10. Oktober 2012.  Vielleicht stand auch der Grieche Heraklit  vor zweieinhalb Jahrtausenden an einem sandigen Flussufer, als er zur Erkenntnis kam, dass alles fließt. Und tatsächlich: Alles, was sich mit unserem Planeten um die Sonne dreht, reist in diesem Fluss mit. Jetzt, um diese Jahreszeit, so scheint mir, kommt man leicht zu solchen Erkenntnissen.

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Einatmen

Notiz:

Im Garten vor dem Haus, 4. Oktober 2012. Von Osten her rinnt grelles Licht in den Tag. Nach dem Regen der letzten Tage ist die Luft getränkt mit Feuchtigkeit und unter den Bäumen schon mit Modergeruch. Ein tiefer Atemzug: Es riecht nach Herbst und Abgasen von der Straße.

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Zeitspannen

Notiz:

Im Wald bei Truden, 25. September 2012. Ganz langsam schiebt das kleine Tier seinen gefleckten Leib über den schattigen, feuchten Waldboden. Langsam. Schnell messen wir diesem Begriff eine gewisse Wertigkeit bei, allerdings lassen sich unsere Maßstäbe nicht so ohne Weiteres auf den Rest der Welt übertragen. Einer, den viele für einen der  größten Helden unserer Zeit halten, läuft die Strecke von hundert Metern in weniger als zehn Sekunden. Fast so viele Sekunden braucht  der Feuersalamander, um ein Bein vor das andere zu setzen.

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Lichtspiele

Notiz:

Vom Tal aus, 16. September 2012. Wind, Wolken und Sonne bieten am morgendlichen Himmel ein beeindruckendes Schauspiel. Licht und Schatten wechseln schnell, und wo das Sonnenlicht über die Hänge gleitet, zeigen glitzernd weiße Strahlen seine Bahn. Der Talboden ist wie der Zuschauerraum einer weiten Arena, ich  stehe  im Schatten einer Wolke und staune. 

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Mit Wehmut . . . 

Notiz:

Im Garten, 11. September 2012. Selbst die helle Spätsommersonne kann nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass ein Wechsel der Jahreszeiten unmittelbar bevorsteht. Allerorten lassen sich unübersehbar die Zeichen des Vergehens beobachten, und die Bäume tragen ihre ersten gelben Blätter fast so wie wir Menschen die ersten grauen Haare.

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Zwischen den Bäumen

Notiz:

Im Schwarzenbach, 5. September 2012. Im Vorbeigehen ein kurzes Aufleuchten zwischen den dunklen Buchenstämmen. Von der späten Nachmittagssonne beschienen bringt ein müdes und dünnes Blatt unerwartet Licht in die schattige Welt.

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Wieder ein Tag

Notiz:

Nahe beim Aurer Bahnhof, 29. August 2012. Das frühe Sonnenlicht am Morgen fällt schon flacher, und der feine Nebel über dem Wasser zeigt, dass die Nächte auch wieder kühler geworden sind.  Ein neuer Tag steigt ins Jahr; eine Jahreszeit geht allmählich. Aber so soll’s wohl sein.

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Jahrauswärts

Notiz:

Am Jochgrimm, 23. August 2012. Die Zeichen sind nicht zu übersehen: Die Dämmerung dauert mit jedem Tag ein bisschen länger, und die Sommerfarben wirken müde. Noch lärmt die Urlauberschar auf dem Parkplatz unter mir, aber das Jahr geht unaufhaltsam auswärts – wie die Traktorspur auf der fast schon herbstlichen Almwiese.

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Augustsonne

Notiz:

Unterhalb von Gschnon, 15. August 2012. Mit einem Mal wird es heller. Ich trete aus der  angenehm schattigen Kühle auf eine Lichtung. Da ist sie wieder, die kräftige Augustsonne, und die Luft schmeckt nach Harz und reifen Walderdbeeren. Sommer.

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Erlebnis

Notiz:

Auf einer Lichtung, 8. August 2012. Nein, keinen Lehrpfad und auch keinen Erlebnisweg bitte,  keine Veranstaltung und schon gar keinen "Event". Einfach dasitzen, das kühle Gras spüren und schauen, welche Blüte sich der Schmetterling als nächste aussucht. Das ist Erlebnis genug. 

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 Unverbraucht

Notiz:

Am Etschdamm, 2. August 2012. Ein neuer, unverbrauchter Tag: Die Dämmerung erblasst, helle Strahlen erreichen das chaotisch wuchernde Pflanzenuniversum an der Böschung. Es lohnt, den gewohnten Lauf der Alltäglichkeiten einen Atemzug lang zu unterbrechen und die leuchtenden Blätter am Straßenrand zu sehen. Ob Strand oder  Berggipfel mit freiem Blick in den weiten Horizont oder eben hier unweit der lärmenden Autobahn: Der Sonnenaufgang ist ein besonderer Augenblick.

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  Nach oben

Notiz:

Am Himmel, 27. Juli 2012. Den Sommerhimmel schauen, wie er hell und manchmal mit einem fast feierlichen Glanz strahlt, sich dann wieder unvermittelt drohend verdunkelt. Jedoch seit wir Menschen  unsere  Spuren sogar zwischen  die himmelhohen Wolkentürme schreiben, hat das unendliche Blau einen guten Teil seiner Geheimnisse verloren.

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Rotpunkt

Notiz:

Am Ufer, 19. Juli 2012. Um ein Haar hätt’ ich ihn übersehen, der kleinen roten Punkt im bereits sommerbraunen Ufergras unten bei der träge fließenden Etsch.  Und während gut durchtrainierte Radsportler auf dem Radweg an mir vorbeiflitzen, kann ich dann im Vorübergehen doch noch einen Blick in den bunten Farbkasten um mich herum werfen. 

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 Rastplatz

Notiz:

In Prad, 14. Juli 2012. So, als wollte sie für einen Augenblick dem ruhelosen Alltag ausweichen, hat sich die Schwalbe auf die Telefonleitung gesetzt. Das schwarze Kabel selbst wirkt in der Zeit von Wireless und Bluetooth wie ein Relikt aus der Vorzeit der Telekommunikationstechnologie und wie eine Insel im Fluss. Ein guter Platz, um zu rasten.

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Verirrungen

Notiz:

Im Schnalstal, 7. Juli 2012. Da, wo scheinbar grenzenlose Weite ist, gibt’s auf einmal kein Weiterkommen mehr für den grünen Falter, und Himmel und Wolken sind nur Spiegelbilder.  Aber auch ich hab mich zuerst getäuscht, und das Tier für ein grünes Blatt gehalten. So kommt halt jeder zu seiner Erkenntnis. Übrigens, der Falter an der Schaukastenscheibe in Unser Frau wird tatsächlich „Grünes Blatt“ genannt, heißt in den Lexika Geometra papilionaria und ist eigentlich ein Nachtfalter; er hat sich also auch in der Tageszeit geirrt.

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Alles in Ordnung . . .

Notiz:

Im Kalterer Moos, 1. Juli 2012. Der Entwässerungsgraben mit dem träge fließendem Wasser, die müden Mohnblumen an seinem Ufer, der Fisch, der in seinem Element gelassen jenseits aller Zeitvorstellungen zu leben scheint: Die Welt dreht sich, alles ist in Ordnung und nimmt seinen Lauf.

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Hexnkuchl

Notiz:

Lengmoos, 22. Juni 2012. Ein Frühsommertag wie aus der Hotelwerbung: blauer Himmel, Wälder und Wiesen in den unterschiedlichsten Grüntönen und über allem die warme Sonne. Auf der anderen Talseite jedoch, in der Wetterkuchl am Schlern, scheint’s zu brodeln. Und tatsächlich: Später auf der Heimfahrt rumpelt’s bedrohlich im jetzt tiefschwarzen Gewölk, und dicke Tropfen zerspringen auf der Autoscheibe.

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Alle Wege

Notiz:

Auf einer nassen Wiese, 10. Juni 2012. Jeder ist irgendwie auf dem Weg. Jeder muss oder will so schnell es halt geht irgendwohin. Die kleine Schnecke, die sich über das feuchte Huflattichblatt schiebt, genauso wie der Porsche-Fahrer, der mich vorhin auf der Autobahn mit ungeduldigen Lichtsignalen zwischen zwei schwere Laster auf die Normalspur zurückgedrängt hat.

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Kräfte

Notiz:

Bei den Feuerlilien am Brunnen, 9. Juni 2012. Nach einem kurzen, heftigen Regenguss sammeln sich  an einem Lilienblatt kleine Tropfen. In ihnen wirken, fürs Auge verborgen, Kräfte, welche  ihnen ihre fast schon perfekte Form geben; Kräfte, die sie für kurze Zeit wie Juwelen an die Blattspitze hängen  und sie schließlich zur Erde fallen lassen. Genau bedacht sind es dieselben Kräfte, die auch die Planeten in ihren Bahnen halten und mich aufrecht auf dieser Erde.

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Vorüberziehen

Notiz:

Am Ritten, 27. Mai 2012. Ein übermütiger Wind jagt dicke Wolken durch das Blau und Licht- und Schattenflecken in rascher Folge über die Welt.  Wie in einem Bühnenspiel  treten Wiesen, Wälder und manchmal sogar einzelne Blätter oder Blüten kurzzeitig ins Nachmittagslicht.

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Von weit

Notiz:

Hinterm Haus, 16. Mai 2012. Der Abstand zwischen Erde und Sonne beträgt, so haben wir es vor Urzeiten in der Schule gelernt, ungefähr 150 Millionen Kilometer. Und das Licht ist auf dieser Strecke, wie kluge Köpfe ausgerechnet haben, acht Minuten auf dem Weg. So gesehen ist der Sonnenstrahl, der den Regentropfen an der noch geschlossenen Lavendelblüte zum Leuchten bringt, weit gereist.

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Morgenrot

Notiz:

Bei Neumarkt, 4. Mai 2012. Die Sonne steigt über dem Cisloner Berg in den Morgen, und die wild wachsenden Mohnblumen wenden ihr andächtig die roten Blütenköpfe zu.  Einen kurzen, aber feierlichen Augenblick lang scheint alles eins zu sein unter dieser Sonne: die Vogelstimmen aus dem Wald, der Traktor zwischen den Baumreihen und das hektische Rauschen der Autobahn hinter mir.

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Regenreste

Notiz:

Irgendwo im Wald, 25. April 2012. Die Wolken sind weitergezogen, und der nasse Wald ist getränkt mit den  Resten einer regenschweren Nacht.  Ein kurzes Aufleuchten nur, bevor sich die Sonne die glitzernden Tropfen wieder zurückholt.

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Verfliegen

Notiz:

Bei Salurn, 17. April 2012. Manchmal kann man richtig sehen, wie die Zeit verfliegt. Eine Knospe, eine Blüte, ein Windhauch.  Und der Wind trägt die Keime für den nächsten Frühling.

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Hell werden

Notiz:

An der Etsch, 12. April 2012. Bereits nach wenigen finster-grauen Tagen ist es fast schon ein Erlebnis zu sehen, wie es langsam wieder hell wird. Sonnenlicht füllt allmählich den Morgen, der Nebel verflüchtigt sich und hängt zum Abschied kleine glitzernde  Wassertropfen auf Gräser und Blätter. Morgenstund‘  . . .

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Gutes Wetter

Notiz:

Vor dem Haus, 5. April 2012. Endlich. Es muss schon lange nicht mehr geregnet haben, dass die Leute über die Trockenheit genauso jammern wie über die hohen Benzinpreise. Aber nun drücken endlich wieder graue Wolken auf die Berge und geben das erlösende Nass frei. Schön ist das Wetter zwar nicht, jedoch gut allemal.

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Alle Wetter. . .

Notiz:

Weißenstein, 24. März 2012. Von einem zerrissenen Himmel fallen vereinzelte Sonnenstrahlen auf Krokusse und schüchtern grüne Wiesen, während weiter nordöstlich alle Wetter zugleich über Laurins Reich hereinzubrechen scheinen. Der Winter mischt auch noch mit, und tatsächlich stehe ich bald mitten in einem heftigen Schneesturm.

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Verewigen

Notiz:

Am Weg zur Leuchtenburg, Kaltern, 20. März 2012.Es scheint ein unbändiger Drang in uns zu sein, an allen möglichen und unmöglichen Orten Spuren unserer Anwesenheit zu hinterlassen; ein Sich-Wehren gegen die Zeit, die alles mit sich fortschwemmt. Die Bäume tragen ihre Narben mit Gelassenheit. Vielleicht wissen sie mehr über die Zeit als wir.

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Spuren legen

Notiz:

Schloss Kaldif bei Mazon, 9. März 2012. Vorgestern noch frische weiße Hauben auf den Bergen ringsum, aber der Frühling legt seine Spuren immer höher hinauf in die Wälder. Und er lässt sein altbekanntes „blaues Band“ auch schon durch die Lüfte  im Wald bei der Ruine Kaldif flattern.

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Wenn die Farben aufwachen

Notiz:

Oberhalb von Mazon, 29. Februar 2012. Wie in einem Wasserfall rinnt Sonnenlicht über den fahlen Wald und tropft allmählich auch in die engen schattigen Schluchten, wo sich noch vereinzelt schmutzige Eisklumpen finden. Wer aber genau hinschaut, kann schon sehen, wie die Farben langsam aufwachen.

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Transitus

Notiz:

Bei Glen, 18. Februar 2012. Da, wo der Trudner Bach auf seinem Weg zur Etsch eine von mehreren Staustufen überwindet und einen kleinen Wasserfall bildet, lässt sich ein allmählicher Übergang beobachten. Das Eis am Rand ist löchrig und glänzend und vom festen Zustand geht das Wasser in seinen flüssigen zurück.

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Aufbruch

Notiz:

Im Garten, 12. Februar 2012. Der Boden ist noch  knochenhart gefroren, aber  an den mageren Zweigen am Strauch im Garten glänzen schon erste Palmkätzchen, kaum dass die Sonne die Felswand über der Großwiese überwunden hat und ihre Strahlen ins Tal schickt. Es ist fast wie ein Zeichen zum Aufbruch, und tatsächlich löst sich bei den kleinen haarigen Blüten allmählich die schützende Hülle.

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Ein Stück höher

Notiz:

Auf Castelfeder, 1. Februar 2012.  Es geht aufwärts, zumindest mit dem Sonnenstand. Der Bogen spannt sich jeden Tag ein bisschen weiter und jeden Tag ist es ein bisschen später und ein kleines Wegstück weiter im Westen, wenn die Sonne abends unter den Horizont sinkt. Den vereisten Bach im schattigen Graben auf der Nordseite von Castelfeder scheint’s allerdings noch nicht zu kümmern.

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Jemand war da . . .

Notiz:

Aldein, 22. Jänner 2012. Ein Stockwerk über dem Etschtal liegt auf Wiesen und Wäldern frischer Jännerschnee. Tierspuren führen wie Wege über die weißen Flächen. Lebenszeichen, von kurzer Dauer zwar, aber immerhin . . . jemand war da.

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Eisbett

Notiz:

Neumarkt, 17. Jänner 2012. Auch wenn’s zurzeit saumäßig kalt ist, habe ich den Winter hier selten als „rechten Mann“, nicht „kernfest“ und schon gar nicht „von Dauer“ empfunden. Und jetzt steigt die Sonne schon wieder über die hohe Bachmauer  und löst - zumindest untertags - die vermoderten Blätter vom Vorjahr langsam aus dem Eisbett.

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Im Tiefdruckgebiet

Notiz:

Roßkopf,  8. Jänner 2012. In einer knappen Stunde über die Autobahn und mit der Seilbahn vom trostlos braunen Unterland hinein in einen Winter, wie er eigentlich sein sollte: nass, kalt, aber vor allem weiß. Mit ordentlich Schnee unter den Schuhen und auf der Mütze denkt niemand mehr an die Erderwärmung, und abseits der Lifte lässt sich sogar ein Stück Stille finden.


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Erich Rainer, Neumarkt - [email protected]

 

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